(Ca. 2004 oder 2005)
Welche Fragen beschäftigen mich?
Die (philosophischen?) Fragen, um die es mir geht, sind einem ständigen Wechsel untwerworfen. Manchmal werde ich diese Seite auch auf den neusten Stand bringen. Allerdings sind diese Grundfragen nun doch schon über einige Jahre hinweg konstant (und immer noch nicht beantwortet)
Ist unsere Hochtechnologie-lastige Zeit wirklich völlig anders als frühere Epochen? Wenn ja, warum genau? Wenn nein, wie könnten uns Erkenntnisse von Denkern aus früheren Zeiten helfen mit unseren Problemen in dieser schnelllebigen Zeit fertig zu werden.
Was sind die Grundbedürfnisse des Menschen bzw. welche Theorie über die Grundbedürfnisse des Menschen könnte die Ambivalenz des modernen Technologie-affinen Menschen erklären. Warum üben gerade so genannte Grenzwissenschaften eine besondere Faszination auf Menschen aus, die aufgrund Ihres Berufsethos theoretisch besonders skeptisch sein müssten?
Was ist überhaupt Wissen oder Wissenschaft? Die Beantwortung dieser Frage würde auch eine Abgrenzung zu der oben skizzierten Para- oder Grenzwissenschaft ermöglichen. Was hat sich an dieser Definition im Lauf des Jahrhunderte geändert, bzw. ist das aktuelle Jahrhundert aufgrund der oberflächlich oft postulierten exponentiellen Explosion von Wissen hier völlig anders? Ich habe das Gefühl, dass das echte Wissen (ein Begriff, der im Detail zu definieren und abzugrenzen ist) nicht wirklich explodiert, wenn man vom vermeintlichen Wissen Publikationen abzieht, die der persönlichen Profilierung in einem immer härter werdenden (amerikanisierten) Wissenschaftsbetrieb dienen. Und auch alle mittelmäßigen, unoriginellen Gedanken, die daraus resultieren, dass in der wissenschaftlichen Welt auch bei Grundlagen-Projekten mögliche wirtschaftliche Anwendungen gefordert werden und in Quartalsberichten über den praktischen Projektfortschritt berichtet werden muss. Obwohl ich mich derzeit in dem extrem wettbewerbs- und leistungsorientierten Umfeld eines amerikanischen Großkonzerns erfolgreich bewege, bin ich den angelegten Bewertungsmaßstäben gegenüber sehr kritisch, vor allem wenn sie auch in der Scientific Community in ähnlicher Form angewandt werden.
Ist die Beschäftigung mit Para-Wissenschaft ein Fluchtversuch, um sich der Illusion hinzugeben, dass unsere Welt in Wirklichkeit viel einfacher ist? Gilt das gleiche vielleicht sogar für die anerkannten Wissenschaften?
