(2006)
Netzwerktheorie und IT-Sicherheit
Ich lese diese Seiten selbst nach einiger Zeit wieder aufmerksam, in meiner Vergangenheit blätternd - und werde die alte Version nicht editieren.
Meine wissenschaftlichen Wurzeln (radices) und Ihre Verbindung zu meiner beruflichen Gegenwart sehe ich nun vor allem in zwei Themen widergespiegelt:
1) Netzwerktheorie, Stichworte: Systeme, skalenfreie
Netze.
Die Physik bietet mathematische Modelle, die mit mehr oder weniger
kühnen Modellen auch auf soziale Systeme übertragen werden können; siehe
meinen Beitrag zum Projekt »Kapitalismus gezähmt« des Club of Vienna:
Vortragsunterlagen, hier der ganze Artikel zu
Analogien aus den Naturwissenschaften.
Ich bin einerseits fasziniert von den interdisziplinären Impulsen, auf der anderen Seite bleibt ein Unbehagen über die 'Berechenbarkeit' menschlicher Knoten in Humannetzwerken.
2) IT-Security hat eine philosophische Dimension
erhalten, mit der ich nicht gerechnet hätte.
Was wird von uns - den Menschen unserer Zeit - übrig bleiben? Werden unsere Nachfahren
unsere Spuren - unsere Daten - lesen können? Stimmt es, dass unsere Zeit als die am schlechtesten
dokumentierte in die Geschichte eingehen wird - weil gar nichts gesichert wird (weil
die Informationsfülle die Klassifikation des wirklich Wichtigen verhindert? Mein
Beitrag ist ein pragmatischer und technischer. These: Dass
keine Technologie der Welt uns abnimmt, uns die Fragen nach der Wichtigkeit unserer elektronischen Hinterlassenschaften selbst zu stellen.
